Wie entsteht eine Erektion?

Erektion ist ein lateinisches Wort und bedeutet zu Deutsch „Aufrichtung“. Gemeint ist das Steifwerden und Aufrichten des Penis bei der sexuellen Erregung. Die Erektion ist ein Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Organe und Prozesse.

Die ganze Prozedur beginnt mit den Sinnesreizen. Der Mann sieht, riecht, hört und fühlt eine Person, die er sexuell anziehend findet. Diese Wahrnehmungen können, wenn die vom Gehirn positiv bewertet werden, ein Nervensignal auslösen, das wiederum die Erektion in Gang setzt. Das Signal gelangt über das Rückenmark zu den Geschlechtsorganen. Hier aktiviert es ein Enzym namens Zyklase, das im Penis die Muskulatur der Blutgefässe und der Schwellkörper erschlaffen lässt. Die erschlafften Blutgefässe und Schwellkörper lassen nun vermehrt Blut in den Penis dringen. Dieser füllt sich zunehmend mit Blut, wächst und wird steif. Bei diesem Vorgang werden die Venen zusammengedrückt, durch die das Blut im nicht erigierten Zustand normalerweise in den Körper zurückfließt. Durch das Abdrücken staut sich nun das Blut und sorgt dafür, dass der Penis erigiert bleibt. Lässt die Erregung nach, sorgt das Enzym Phosphodiesterase Typ 5 (PDE5) dafür, dass sich die Blutgefässe wieder erweitern. Das Blut fließt ab und der Penis erschlafft.

Natürlich ist dies nur eine vereinfachte Darstellung der Abläufe während einer Erektion. Es spielen noch eine Anzahl weiterer Hormone eine wichtige Rolle, wie beispielsweise das Testosteron oder das Vasopressin. Auch das limbische Zentrum in unserem Gehirn hat eine bedeutende Rolle in der Sexualität, denn hier sitzen die Erfahrungen und Emotionen, die eine Erregung sowohl einleiten, wie auch blockieren können. Somit können Erektionsprobleme viele unterschiedliche Ursachen haben. Sowohl die Nervenbahnen, wie auch die Blutgefässe und die Schwellkörper müssen bei einer Erektion intakt sein. Aber uch das limbische System darf nicht zu viele negative sexuelle Erfahrungen gespeichert haben und auch psychisch darf kein zu hoher Druck oder Stress herrschen. Die Erektion eines Menschen ist nun einmal sehr komplex und bietet somit eine Vielzahl an Möglichkeiten, die zu einer Erektionsstörung führen können.