Impotenz – ein Tabu Thema

Unter dem Begriff Impotenz versteht man sexuelle Störungen und Probleme während des Geschlechtsverkehrs oder auch der Fortpflanzung. Sowohl die Beischlafsunfähigkeit (Impotentia coeundi), wie auch die Zeugungsunfähigkeit (Impotentia generandi) fallen unter den Begriff Impotenz. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird unter Impotenz allerdings hauptsächlich die Beischlafsunfähigkeit verstanden. Diese kann sowohl Erektionsstörungen, wie auch Ejakulationsstörungen betreffen. Halten die Schwierigkeiten beim Vollziehen des Geschlechtsverkehrs länger als sechs Monate an und sind mehr als 75 Prozent der Versuche des Geschlechtsverkehrs erfolglos, sprechen die Mediziner von einer erektilen Dysfunktion (kurz: ED). Experten vermuten aufgrund verschiedener Studien, dass 15 Prozent der Männer unter 40 Jahren und 45 Prozent der 40 bis 80-Jährigen an einer erektile Dysfunktion leiden. Da es eine hohe Dunkelziffer gibt, kann die Zahl der Männer mit erektilen Dysfunktion allerdings nur grob geschätzt werden.

Die Ursachen einer Impotenz können sehr unterschiedlich sein. Sie kann einerseits psychisch bedingt sein und Resultat von schlechten sexuellen Erfahrungen, Kommunikationsstörungen in der Beziehung oder beispielsweise Scham sein. Aber auch physische Ursachen können einer seriöse Grund für eine erektile Dysfunktion bei Männern sein. Neben Störungen bei der Durchblutung, Schädigungen des Nervensystems oder zum Beispiel Hormonstörungen, können auch bisher nicht erkannte Krankheiten, wie Diabetes, Arteriosklerose (Arterienverkalkung) oder eine koronare Herzkrankheit der Grund der anhaltenden Potenzstörung sein. Es ist daher unerlässlich einen Arzt zu konsultieren und die Ursachen der erektilen Dysfunktion abzuklären.

Über Impotenz wird im Alltag häufig gewitzelt und auch im Bereich der Schimpfwörter taucht die Impotenz immer wieder auf. Das macht es Männern, die unter Potenzproblemen leiden natürlich sehr schwer offen über das Thema zu sprechen. Sie haben Angst als Versager bezeichnet zu werden und fürchten sich davor von der Partnerin oder dem Partner nicht mehr als ganzer Mann wahrgenommen zu werden. Trotzdem ist es wichtig, dem Problem auf den Grund zu gehen und einen Arzt zu konsultieren. Heutzutage gibt es viele Mittel und Möglichkeiten Potenzstörungen zu lösen oder zumindest zu vermindern.